Seminar 017

Orthomolekulare Medizin

Die orthomolekulare Medizin ist eine komplementärmedizinische Methode, in deren Mittelpunkt die hochdosierte Verwendung von Vitaminen und Mineralstoffen zur Vermeidung und Behandlung von Krankheiten steht.

Aus Sicht der orthomolekularen Medizin führt ein biochemisches Ungleichgewicht im Körper zu Krankheiten. Dieses Ungleichgewicht kann durch Hinzunahme von Nahrungsergänzungsmitteln ausgeglichen werden.
Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine, essentielle Fettsäuren und Aminosäuren sowie weitere "Vitalstoffe" werden oral, als Depotinjektion oder als Infusion verabreicht.

Als Wegbereiter gilt Linus Pauling, Träger des Chemie- und Friedensnobelpreis, der den Ausdruck 1968 erstmals in einem Aufsatz über orthomolekulare Psychatrie gebrauchte. Orthomolekulare Medizin ist nach Pauling „die Erhaltung guter Gesundheit und Behandlung von Krankheiten durch die Veränderung der Konzentrationen von Substanzen im menschlichen Körper, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit erforderlich sind.

Ein Aspekt der orthomolekuloren Medizin ist die „Megavitamintherapie“, worunter die Anwendung von Vitaminen in Dosen die um ein Vielfaches (oft 100- bis 1000-fach) höher liegen als der physiologische Bedarf, verstanden wird. Der Begriff stammt ursprünglich ebenfalls aus der orthomolekularen Psychiatrie, wo solche Megadosen an B-Vitaminen zur Behandlung von zum Beispiel Depressionen und Neurosen propagiert werden. 

Das Seminar verschafft eine Übersicht über Indikationsbereiche und Dosierungen bei ausgewählten Krankheitsbildern.

Max. Teilnehmerzahl 20